bei mir hat sich in der zurückliegenden Zeit ziemlich viel getan. Teilweise in guter und teilweise in schlechter Hinsicht. Aber der Reihe nach. Ca 10 Wochen nach meiner Prostataoperation wurde die erste Kontrolluntersuchung gemacht(PSA-Bestimmung). Man war ich aufgeregt... Also hin zum Doc, Blut abzapfen lassen und...eine Woche Wartezeit auf die Ergebnisse... Knurrr... Na ja, endlich war der ersehnte/gefürchtete Tag da. War ca 20min vor dem Termin schon in der Praxis und kam sogar fast sofort ran. Na wenn das nicht mal was schlechtes bedeutet, denn ansonsten muss ich immer warten. Doch oh Wunder, mein PSA-Wert lag bei 0,008 was mit Null gleichzusetzen ist, da das Messgerät kleinere Werte nicht mehr anzeigen kann. Auch die durch die OP aufgetretene leichte Inkontinenz lag bei fast 0, also nur erfreuliches. Nach weiteren 3 Monaten später erfolgte dann die zweite Kontrolluntersuchung mit gleichem Ergebnis. Einige Zeit später jedoch fand ich mich früh auf dem Fussboden, ohne zu wissen wie ich dahin kam. Da ich jedoch weder Drogen noch Alkohol zu mir genommen hatte konnte das nur einen Grund haben, nach 23 Jahren Anfallsfreiheit hatte ich wieder einen epileptischen Anfall. Wie immer bei solch einer Situation blieb ich erstmal liegen, schlief ne Runde und benachrichtigte dann meine Mom, da diese Ärztin war(Rente). Sie kam sofort mit Günter, ihrem Partner und gemeinsam brachten sie mich auf die Couch im Wohnzimmer, wo ich sofort wieder einschlief, bis ich aufs Klo musste. Also aufstehen, rauf aufs Klo, zurückkommen, sich setzen und prompt bekam ich einen zweiten Anfall... Na toll, das war in meiner gesamten über 50jährigen Epilepsiegeschichte noch nie vorgekommen. Zudem hatten diese Anfälle auch andere Auswirkungen wie z. B. Angst die Wohnung zu verlassen, max 10min am PC arbeiten zu können, da mir dann schwindelig wurde(hat sich zum Glück gelegt) und Verstärkung der Inkontinenz. Schnell also zum Urologen, welcher mir riet zum Neurologen zu gehen. Nach einigem hin und her schnell nen Termin bekommen und EEG abgeleitet. Auswertung natürlich erst in einer Woche gewesen. Da mein Urologe mich aber aus seiner Sicht nicht weiter krankschreiben konnte, drückte er mir nen "Hamburger Modell" in die Hand, welches ich beim Job-Center vorlegen sollte, wo ich auch noch nen Termin hatte. Legte dort nicht nur dieses Modell vor sondern auch einen ausgefüllten Gesundheitsfragebogen mit Schweigepflichtentbindung meiner Ärzte. Nun stellte sich raus das meine Vermittlerin mich in nächster Zeit nicht vermitteln darf, bis Antwort von dem "Amtsarzt" vorliegt, ob ich überhaupt noch arbeitsfähig bin. Also wurde mir geraten mich weiter krankschreiben zu lassen, denn ansonsten würde das Hamburger Modell, vorausgesetzt ich bin weiter arbeitsfähig, ohne Wirkung bliebe. Also wieder zum Neurologen zur EEG-Auswertung(alles i.O.) und Krankenschein bis zum 21.11. geholt. Dann erneuter Termin. 2 Tage später erfuhr ich dann das mein Onkel, der den gleichen Krebs hat wie ich, ca nur noch 8-10 Tage(Schätzung der Ärzte) zu leben hat...
Gruß Jörg



für all eure Bemühungen!

