Und wieder mal Zurückmeldung...

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vagabund62
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Und wieder mal Zurückmeldung...

Beitrag von vagabund62 »

Hi Leutz,

bei mir hat sich in der zurückliegenden Zeit ziemlich viel getan. Teilweise in guter und teilweise in schlechter Hinsicht. Aber der Reihe nach. Ca 10 Wochen nach meiner Prostataoperation wurde die erste Kontrolluntersuchung gemacht(PSA-Bestimmung). Man war ich aufgeregt... Also hin zum Doc, Blut abzapfen lassen und...eine Woche Wartezeit auf die Ergebnisse... Knurrr... Na ja, endlich war der ersehnte/gefürchtete Tag da. War ca 20min vor dem Termin schon in der Praxis und kam sogar fast sofort ran. Na wenn das nicht mal was schlechtes bedeutet, denn ansonsten muss ich immer warten. Doch oh Wunder, mein PSA-Wert lag bei 0,008 was mit Null gleichzusetzen ist, da das Messgerät kleinere Werte nicht mehr anzeigen kann. Auch die durch die OP aufgetretene leichte Inkontinenz lag bei fast 0, also nur erfreuliches. Nach weiteren 3 Monaten später erfolgte dann die zweite Kontrolluntersuchung mit gleichem Ergebnis. Einige Zeit später jedoch fand ich mich früh auf dem Fussboden, ohne zu wissen wie ich dahin kam. Da ich jedoch weder Drogen noch Alkohol zu mir genommen hatte konnte das nur einen Grund haben, nach 23 Jahren Anfallsfreiheit hatte ich wieder einen epileptischen Anfall. Wie immer bei solch einer Situation blieb ich erstmal liegen, schlief ne Runde und benachrichtigte dann meine Mom, da diese Ärztin war(Rente). Sie kam sofort mit Günter, ihrem Partner und gemeinsam brachten sie mich auf die Couch im Wohnzimmer, wo ich sofort wieder einschlief, bis ich aufs Klo musste. Also aufstehen, rauf aufs Klo, zurückkommen, sich setzen und prompt bekam ich einen zweiten Anfall... Na toll, das war in meiner gesamten über 50jährigen Epilepsiegeschichte noch nie vorgekommen. Zudem hatten diese Anfälle auch andere Auswirkungen wie z. B. Angst die Wohnung zu verlassen, max 10min am PC arbeiten zu können, da mir dann schwindelig wurde(hat sich zum Glück gelegt) und Verstärkung der Inkontinenz. Schnell also zum Urologen, welcher mir riet zum Neurologen zu gehen. Nach einigem hin und her schnell nen Termin bekommen und EEG abgeleitet. Auswertung natürlich erst in einer Woche gewesen. Da mein Urologe mich aber aus seiner Sicht nicht weiter krankschreiben konnte, drückte er mir nen "Hamburger Modell" in die Hand, welches ich beim Job-Center vorlegen sollte, wo ich auch noch nen Termin hatte. Legte dort nicht nur dieses Modell vor sondern auch einen ausgefüllten Gesundheitsfragebogen mit Schweigepflichtentbindung meiner Ärzte. Nun stellte sich raus das meine Vermittlerin mich in nächster Zeit nicht vermitteln darf, bis Antwort von dem "Amtsarzt" vorliegt, ob ich überhaupt noch arbeitsfähig bin. Also wurde mir geraten mich weiter krankschreiben zu lassen, denn ansonsten würde das Hamburger Modell, vorausgesetzt ich bin weiter arbeitsfähig, ohne Wirkung bliebe. Also wieder zum Neurologen zur EEG-Auswertung(alles i.O.) und Krankenschein bis zum 21.11. geholt. Dann erneuter Termin. 2 Tage später erfuhr ich dann das mein Onkel, der den gleichen Krebs hat wie ich, ca nur noch 8-10 Tage(Schätzung der Ärzte) zu leben hat...

Gruß Jörg :I
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Butterblume
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Re: Und wieder mal Zurückmeldung...

Beitrag von Butterblume »

Hallo Jörg, schön das Du wieder da bist. Hast ne Menge durchgemacht in letzter zeit! Drück Dir die Daumen, dass alles gut wird!

Alle gute für Dich!
Kussi... und Bild für all eure Bemühungen!

Butterblume / Karin

https://www.karins-poserbilder.de
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Re: Und wieder mal Zurückmeldung...

Beitrag von Volker »

Hallo

Jörg ich wünsche dir das du das alles gut überstehst. Durch meinen Beruf in der Altenpflege habe ich schon einige
Anfälle von unseren Bewohnern mit erlebt. Endet fast immer mit dem Notarzt und mindestens 2 Wochen Krankenhaus für die Betroffenen.
Dazu kommen dann oft noch Sturzverletzungen dazu. Bei einigen gibt es Ankündigungszeichen, aber bei anderen kommt der Anfall aus heiterem Himmel.
Drücke dir fest die Daumen das alles wieder gut wird!!!

Gruß...Volker
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Re: Und wieder mal Zurückmeldung...

Beitrag von thaileben »

Guten Morgen

Das liest sich nicht so gut. Da hst einiges mitgemacht und wir noch manches Nachkommen.
Du bis natürlich durch die ganze Krankengeschichte ganz Ordentlich gestresst kann es sein das sich durch diese Situation die Epi anfälle verstärken?
Was ist denn das "Hamburger Modell" :E ? sagt mir nix

Ich hoffe sehr das du zur inneren ruhe findest-
alles gute

Jürg :X
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Re: Und wieder mal Zurückmeldung...

Beitrag von Jasko »

Ich wünscha auch alles besste.

MfG
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Re: Und wieder mal Zurückmeldung...

Beitrag von nettepaintrahmen »

Hallo Jörg,
das die Kontrolluntersuchungen so gut ausgefallen sind, freut mich sehr. Es tut mir sehr Leid, dass Du nun, nach so vielen Jahren, wieder epileptische Anfälle bekommst. Nimmst Du in letzter Zeit vielleicht irgendwelche Medikamente, die darauf Einfluss haben können ?
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es Dir bald wieder besser geht !
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Re: Und wieder mal Zurückmeldung...

Beitrag von vagabund62 »

Vielen Dank für Eure lieben Rückmeldungen. Nein, zusätzliche Medikamente, welche auf meine Epilepsie Auswirkungen haben, nehme ich nicht. Meinen ersten Anfall führen mein Neurologe, meine Mom und ich auf Stress zurück. Aber nicht den von meiner Erkrankung, sondern durch die meines Onkels. Nachdem bei ihm eine dramatische Verschlechterung seines Gesundheitszustandes eintrat und fest stand das er nunmehr paliativ versorgt werden muß, saß ich fast 24 Stunden am Tag vor meinem PC, suchte gesetzliche Bestimmungen zu dem Thema, nach neuen Medikamenten etc und druckte alles aus. Das ganze zog sich über eine Woche hin, in welcher ich kaum schlief und fast zum Kettenraucher wurde(3 Schachteln tägl). Nun ist aber Schlafentzug für jemanden mit Epilepsie nicht gerade gesundheitsfördernd, zudem ich auch noch mit aufgewühlten Gefühlen klarkommen musste. Irgendwann zeigte mir mein Körper dann mit dem Anfall die rote Karte. Der zweite Anfall an diesem Tag war nur wegen zu schnellem aufstehen nach einigen Stunden Schlaf(Aufwachepilepsie).

Gruß Jörg :I

P.S.: Das "Hamburger Modell" soll jemanden nach langer Krankheit wieder nach u nach in den Arbeitsprozess integrieren. Man darf nur eine bestimmte Anzahl von Stunden am Tag arbeiten, danach ist man weiter krankgeschrieben. So wurde z.B. bei mir festgelegt das ich für 2 Wochen 2 Stunden täglich, danach 2 Wochen für 4 Stunden u danach 2 Wochen 6 Stunden arbeiten darf. danach wäre ich aus Sicht meines Urologen wieder voll einsatzfähig. Nun ist das ganze ja gut gedacht für jemanden der noch in Arbeit steht, aber bei jemandem wie mir der ohne Job ist, ist das ganze schon schwieriger. Finde mal jemanden der sagt: Ok, ich stell dich mit diesen Auflagen ein... :E
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Re: Und wieder mal Zurückmeldung...

Beitrag von Butterblume »

Die Einarbeitung hatte ich auch schon nach meiner ersten Hüft OP. Ist alles ganz easy. Ich hab damals mit 4 Std. angefangen...

Wünsche Dir weiterhin alles Gute!
Kussi... und Bild für all eure Bemühungen!

Butterblume / Karin

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Re: Und wieder mal Zurückmeldung...

Beitrag von nettepaintrahmen »

Hallo Jörg,
ach Du meine Güte, da hattest Du ja wirklich jede Menge Stress, kein Wunder, dass Dein Körper dann mal "streikt". Ich hoffe sehr, dass Du nun etwas weniger Stress hast ? ...... und somit Dein Körper wieder etwas zur Ruhe kommen kann, vor allem das Du keine Anfälle mehr bekommst.
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Re: Und wieder mal Zurückmeldung...

Beitrag von thaileben »

Danke für die aufklährung des "Hamburger Modell" hatte noch nie was von diesem ausdruck gehört. Ist ganz klar das es schwer bis nahezu unmöglich ist so einen Arbeitgeber zu finden.

Jürg :X
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